Natürlich organisiert der Weißstorch keine Protestmärsche.
Die Antwort der Natur ist ganz einfach.
Sie denkt "natürlich" gar nicht in "Besitzständen".
Sie "arbeitet" nach einem kybernetischen Modell, vielmehr mit so etwas
wie gedeckelten Budgets. Die Botschaft der Natur an die Störche lautet
somit z. B.:
Im letzten Jahr standen x Frösche zur Verfügung.
Wenn es euch gelungen ist, jeden zweiten Frosch zu fangen,
betrug euer "gerechter" Anteil x/2 Frösche.
Wenn es in diesem Jahr y Frösche gibt, ist euer Anteil in
diesem Jahr y/2 Frösche. Basta.
Erstaunlich ist, dass auch die Störche im Laufe der Jahre und Jahrmillionen
feste Regeln für ihre "Arbeit" entwickelt haben. Ganz einfach. Ganz
oben auf dem "storchischen" Ehrenkodex steht dabei die Regel:
"Du darfst zusammen mit deinen Storchkollegen und anderen
Froschfressern aus einem Froschteich nie mehr Frösche herausholen
als darin vorhanden sind. Aus sozialen Gründen wäret ihr gut
beraten, wenn ihr sogar noch ein paar Frösche übrig lassen würdet."
Diese Regel hat sich seit Jahrmillionen bewährt.
Übersetzt in unsere Zeit könnte sie lauten:
Du sollst/darfst nicht mehr Geld ausgeben, als du hast bzw. als
dir fairer Weise zur Verfügung steht!
Dabei steht Geld "zur Verfügung", wenn es mir entweder heute schon
"gehört" oder "demnächst" unter realistischer Berücksichtigung der
zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung zufließt.
Wer diese "goldene Regel", die für alle Personen und Personengemeinschaften
gilt, nicht berücksichtigt, muss zwangsläufig in der Insolvenz "landen".